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Wie werden sich Scheessels Supermärkte verändern?




Liebe Leserinnen und Leser meiner Seiten,

ein   Bericht der Rotenburger Kreiszeitung v. 17.5.2014   weist auf Informationsbedarf der Bevölkerung zur Ansiedlung bzw. Veränderung von Supermärkten in Scheessel hin.

Nach derzeitigem Stand holt die Verwaltung Angebote ein, um sich ein Einzelhandelskonzept erstellen zu lassen. Darüber wurde im Ausschuss f. Hoch- und Tiefbau, Planung und Umwelt am 1.4.2014 ausführlich berichtet. Dazu erschienen folgende Presseartikel:

  Rotenburger Kreiszeitung v. 3.4.2014  

  Rotenburger Rundschau v. 4.4.2014  

Das Einzelhandelskonzept wurde vom Landkreis als Voraussetzung für Entscheidungen gefordert.

Bei Discountern mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 qm muss der Landkreis seine Genehmigung erteilen. Dazu prüft er den Versorgungsgrad des Ortes. Denn jeder Ort kann in Bezug auf die Anzahl seiner Einwohner nur eine bestimmte Größe an Warenangebot verkraften. In Scheessel ist die Grenze nahezu erreicht.

Bei den einzelnen geplanten Ansiedlungen gibt es folgende Probleme:

Neuer Combi-Markt an der Mühlenstraße:

Hier soll eine zusätzliche Verkaufsfläche entstehen. Dies würde den Versorgungsgrad deutlich anheben. Die Grenze könnte überschritten sein.

Neuer ALDI-Markt auf der anderen Seite des Vahlder Wegs:

Auch hier würde eine zusätzliche Verkaufsfläche entstehen und den Versorgungsgrad erhöhen. Nun kann man sagen, dass die Verkaufsflächen am derzeitigen Standort ja aufgelöst werden. Dies sieht der Landkreis in seiner Beurteilung anders. Es bleibt eine verfügbare Verkaufsfläche. Zwar kann man auf dieser auch andere Geschäftsarten ansiedeln, aber dies setzt eine Nutzungsänderung dieser Flächen voraus. So lange dies nicht verbindlich umgesetzt wurde und beispielsweise ein Vertrag mit einem Investor über eine andere Nutzung vorliegt, ist diese Fläche für den Landkreis verfügbare Verkaufsfläche.

Netto an der Bremer Straße:

Der derzeitige Netto-Markt hat eine Verkaufsfläche von weniger als 800 qm und wurde gegen den Wunsch des Landkreises durchgesetzt. Der Landkreis argwöhnte schon damals, dass hier mit einer Salami-Taktik ein größerer Supermarkt entstehen solle.
Der Antrag von Netto um Erweiterung der Verkaufsfläche führt heute dazu, dass der Landkreis genehmigen muss.

Alle Beteiligten werden das Einzelhandelskonzept, das Scheessel bei der gegebenen Situation ja längst in der Schublade haben könnte, abwarten müssen.



Ernst Friesecke, 17.5.2014


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